Vom Wettbewerb zur Preisverleihung
Die Servicestelle “Kommunen in der Einen Welt” hatte im Jahr 2003 erstmals zum Wettbewerb “Hauptstadt des fairen Handels” zur Stärkung des Fairen Handels der Kommunen aufgerufen. Start war der 15. Mai. Einsendeschluß für die Wettbewerbsbeiträge war der 30. Juni. Aufgerufen waren alle Städte, Gemeinden und Landkreise, die durch eigene Aktivitäten vor Ort die Thematik des Fairen Handels unterstützen. Als Wettbewerbsaufgabe sollten nachahmenswerte Aktionen auf lokaler Ebene für die Förderung des Fairen Handels vorgestellt werden. Dabei waren innovative Maßnahmen, die Fairen Handel und Lokale Agenda verbinden, besonders gefragt. Als Aktivitäten konnten sowohl einzelne Aktionen oder Projekte, als auch kontinuierliche Maßnahmen eingereicht werden
Die Preisverleihung vom 26. September
Die Preisverleihung fand am 26. September 2003 in Berlin statt. Die Jury in der u. a die Verbraucher Initiative, der deutsche Städte- und Gemeindebund, der Deutsche Städtetag, TransFair e.V. und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung vertreten waren, wählten Dortmund zur Hauptstadt des Fairen Handels 2003. Damit ließ die Dortmunder Bewerbergemeinschaft aus Stadt, Informationszentrum 3. Welt und vielen anderen lokalen Akteuren 30 Konkurrenten mit insgesamt über 150 präsentierten Projekten hinter sich. Den zweiten Platz belegte die Stadt Neuss vor der großen Kreisstadt Schramberg. Anerkennungspreise gingen nach Bochum und Rheinstetten.
Unterstützung des Agenda-Büros
Daraufhin hat das Informationszentrum Dritte Welt Dortmund e.V. mit Unterstützung des Agenda-Büros 21 Projekte und Aktionen, die im Rahmen der “Dortmunder Fair-Handelswochen 2002” durchgeführt worden sind, zusammengestellt und als Wettbewerbsbeitrag eingereicht. Berichtet wurde z.B. über eine Straßenbahn, die für drei Monate in Dortmund für den fairen Handel geworben hat, Aktionen im Rahmen der Regional-Kampagne “Der Pott kocht fair”, einen rollenden Kaffee-Express, fair gehandelte Blumen am Muttertag, faire Fußbälle, Verkaufsaktionen in einem REWE-Markt und Aktionen an Dortmunder Schulen.
Auszeichnung durch das Bundesentwicklungsministeriums in Berlin
Auszeichnung des Bundesentwicklungsministeriums in Berlin Für Dortmund nahm stellvertretend eine Delegation die mit 2.500,-€ dotierte Auszeichnung des Bundesentwicklungsministeriums in Berlin entgegen. Ihr gehörten Renate Lipper (Eine-Welt-Stand Hombruch), Anita Mahn (Informationszentrum Dritte Welt), Superintendent Hartmut Anders-Höpken (Vereinigte Kirchenkreise), Ulrich Rötten (REWE-Markt Aplerbeck), Stadtrat Ullrich Sierau und Helga Jänsch (Agenda-Büro) an. Neben dem Geldpreis erhielt Dortmund die Nutzungsrechte für das Signet und den Titel “Hauptstadt des fairen Handels” bis zur geplanten Neuauflage des Wettbewerbes im Jahr 2005. Ministerialdirektor Hans-Dieter Lehmann vom Bundesentwicklungshilfeministerium lobte bei der Preisverleihung in Berlin insbesondere die langjährige, ideenreiche Zusammenarbeit vieler unterschiedlicher Initiativen und Organisationen in Dortmund an.




