Eine kleine Siegelkunde

Ernährung, Kleidung, Bauen, Wohnen, Reisen – dies sind Bereiche, in denen wir als Konsumentinnen und Konsumenten die Möglichkeit haben, uns bewusst zu entscheiden. Hier können wir zur Reduzierung von Treibhausgasen beitragen, indem wir zu Produkten greifen, bei deren Herstellung und Vertrieb auf umwelt- und sozialgerechte Kriterien geachtet wird. Durch unsere Nachfrage wird es immer mehr Händler geben, die sich darauf einstellen.

Man sieht es den gekauften Produkten allerdings nicht an, wie viel Energie bei ihrer Produktion, Verwendung und Entsorgung verbraucht wird. In Deutschland wird für den Bereich Ernährung ca. 20% der gesamten Energie eingesetzt, ebensoviel Treibhausgase werden produziert. Ungefähr die Hälfte davon entfällt auf die landwirtschaftliche Produktion der Lebensmittel, vor allem der tierischen wie Fleisch und Milchprodukte.

Ernährung kann aber auch nachhaltig sein: lekker, gesund und ohne Giftstoffe, ohne Ausbeutung der Produzenten, sei es hier bei uns oder in den Ländern des Südens.

Ein einfaches Rezept für den richtigen Einkauf gibt es nicht – aber, eine abwechslungsreiche und ökologische Ernährung ist ein erster Schritt.

Dazu gehört der Einkauf von Bio-Lebensmitteln und Produkten aus fairem Handel.

Weitere Vorteile des ökologischen Anbaus sind die Erhaltung und Förderung der Bodenfruchtbarkeit, die Schonung des Gewässerhaushalts und die Förderung der natürlichen Artenvielfalt (Biodiversität).

Was hier nicht wächst, „fair“ einkaufen. Fairhandelsorganisationen schließen mit den Produzenten langfristige Verträge ab, garantieren angemessene Löhne und soziale Arbeitsbedingungen. Mittlerweile sind etwa 70% der Fairhandelsprodukte auch Bio-Produkte. Somit wird eine umweltschonende Entwicklung gefördert und ein Beitrag zur Gesundheit der produzierenden Bevölkerung geleistet.

Regional einkaufen bedeutet, Lebensmittel entsprechend der Saison bei regionalen Erzeugern nachzufragen. Wenn heimisches Obst und Gemüse reif geerntet wird, erreicht es einen besseren Geschmack und kann seine wertvollen Inhaltsstoffe ausbilden. Auch entfallen damit Transporte über große Entfernungen.

Hier muss jeder selbst entscheiden, wovon er seine Kaufentscheidungen abhängig machen möchte.

Nutzen wir also unsere Macht als Konsumentinnen und Konsumenten!

Wir wollen hier Hilfestellung geben und neben den Gütesiegeln des Fairen Handels auch die wichtigsten "Bio - Siegel" erklären.

Bio-Siegel

Bundesanstalt für Landwirtschaft
und Ernährung
Informationsstelle Bio-Siegel
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn
Tel.: 0228-68453355
Fax: 0228-68452907
E-mail: bio-siegel(at)ble.de
web: www.bmelv.de

Bioland
Verband für organisch-biologischen Landbau e.V.
Kaiserstr. 18
55116 Mainz
Tel: (06131) 239 79-0
Fax: (06131) 239 79-27
E-Mail: info(at)bioland.de
Web: www.bioland.de

Naturland

Naturland
Verband für ökoligischen Landbau e.V.
Kleinhaderner Weg 1
82166 Gräfelfing
Tel.: (089) 8980820
Fax: (089) 8989808290
E-mail: naturland(at)naturland.de
Web: www.naturland.de

Neuland
Verein für tiergerechte und umweltschonende Nutztierhaltung
An der Eiche 6
39356 Belsdorf
Tel: (039055) 92914
Fax: (039055) 99431
E-Mail: jochen.dettmer(at)neuland-fleisch.de
Web: www.neuland-fleisch.de

ECOVIN
Bundesverband Ökologischer Weinbau e.V.
Wormser Str. 162
55276 Oppenheim
Tel: (06133)16 40
Fax: (06133)16 09
E-Mail: info(at)ecovin.de
Web: www.ecovin.de

MSC - Fisch Local Office
Germany
Schwedter Str. 9a
10119 Berlin
Tel: (030)609 85520
Web: www.msc.org